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Projektvorstellung: prävention.hoch2

Die Präventionsguides Psyche und Physis sind Ergebnisse des Projekts PsyGAP, welches Teil der vergangenen Förderperiode des Programms ARBEIT: SICHER + GESUND (ASUG) war. Jetzt entwickelt systemkonzept sie im Rahmen ihres neuen Förderprojekts prävention.hoch2 für die Pflege weiter. Zudem möchte das Projekt betrieblichen Berater*innen ein Instrument für ein ganzheitliches betriebliches Gesundheitsmanagement an die Hand geben.

Vernetzung von zwei Präventionsbereichen

Das Projekt widmet sich Problemstellungen und Herausforderungen durch hohe körperliche und psychische Belastung in bestimmten Berufsgruppen wie der Pflege. Der Fokus liegt auf der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen, psychischen Beanspruchungen und Erkrankungen, die maßgeblich für Krankheitsausfälle und Erwerbsminderungsrenten verantwortlich sind. Damit verschränkt es gezielt die Präventionsbereiche der körperlichen und psychischen Belastungen.

Das Projekt baut auf den webbasierten Präventionsguides Psyche und Physis auf. Sie bieten einen Überblick über die Angebote der verschiedenen Sozialversicherungsträger in den Bereichen Arbeitsschutz, betriebliche Gesundheitsförderung, Rehabilitation, betriebliche Wiedereingliederung und Integration. Das Projekt entwickelt in seiner zweiten Förderperiode ein Vorgehen, mit dem die beiden Präventionsguides im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) genutzt werden.

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prävention.hoch2 wird im Rahmen des Förderschwerpunkts „Gesunde Arbeit für körperlich stark belastete Berufsgruppen“ gefördert. Es baut auf dem Projekt PsyGAP auf, welches 2024 bis 2025 gefördert wurde. Ziel war es, die Vielfalt bestehender Angebote zur psychischen Gesundheit in der Arbeitswelt übersichtlicher und damit zugänglicher zu machen. Entstanden ist der Präventionsguide Psyche, der Informationen zu solchen Angeboten strukturiert. Zudem begleitete das Projekt auch den Dialog in der Politikwerkstatt „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“.

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Ein zentrales Ziel von „prävention.hoch2“ ist es, externe und interne betriebliche Berater*innen – etwa Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Betriebsärzt*innen, BGM und BEM-Beauftragte – so zu unterstützen, dass sie mehr Betriebe und Beschäftigte aus der Berufsgruppe Pflege wirksam und abgestimmt mit geeigneten Präventions, Reha und Rentenleistungen erreichen. Prävention soll „wie aus einer Hand“ erfolgen, den Menschen in den Mittelpunkt stellen und die Leistungen der Sozialversicherungsträger miteinander vernetzen.

Durch die konsequente Vernetzung der Sozialversicherungsträger und die darauf aufbauende Bündelung von Leistungen wird der Zugang zu Präventionsangeboten massiv erleichtert.


systemkonzept

Weiterentwicklung der Präventionsguides für ein ganzheitliches BGM

Die Präventionsguides Psyche und Physis sollen als zentrale Steuerungsinstrumente eines ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements genutzt werden. Das Projekt umfasst dafür drei Bausteine, die direkt an die Ergebnisse aus PsyGAP anschließen.

  • Baustein 1: Konzept zur Nutzung der Präventionsguides Psyche und Physis im Rahmen eines ganzheitlichen Gesundheitsmanagements

    Dieses Konzept umfasst die Analyse der Arbeitsbedingungen (inklusive psychischer und physischer Belastungen), die Planung von Maßnahmen bis hin zu einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess. Zudem bindet es vorhandene Handlungshilfen, Praxisbeispiele und Qualifizierungsangebote für innerbetriebliche Berater*innen ein.

  • Baustein 2: Inhaltliche Weiterentwicklung der Präventionsguides für den Pflegebereich

    Das Projekt sichtet und bewertet spezifische Präventionsangebote der zuständigen Unfallversicherungsträger und der gesetzlichen Krankenversicherung und erstellt damit pflegespezifische Versionen der Präventionsguides. Ergänzend erarbeitet es ein Implementierungskonzept unter Einbindung regionaler Netzwerke sowie ein Konzept zur Qualitätssicherung und Verstetigung. Dieses sieht unter anderem ein automatisiertes LinkMonitoring, redaktionelle Pflege und die Integration neuer Angebote und gesetzlicher Änderungen vor.

  • Baustein 3: Prototyp eines KIgestützten Chatbots zur Nutzung der Präventionsguides Psyche und Physis

    Der Chatbot soll das Auffinden passender Präventionsangebote erleichtern und internen sowie externen Beratenden einen niedrigschwelligen Zugang zu relevanten Informationen bieten. Eine wissenschaftliche Begleitevaluation prüft Wirksamkeit, Praxisnutzen und Datenschutz des KIbasierten Ansatzes, sodass die Ergebnisse als Referenzmodell für weitere Projekte im Bereich Prävention genutzt werden können.

Über systemkonzept: Interdisziplinäre Expertise für Sicherheit und Gesundheit in der Arbeitswelt

Seit 1969 forscht systemkonzept mit einem anwendungsorientierten Fokus zum Themenkomplex Arbeit, Sicherheit und Gesundheit. Die langjährige Erfahrung gibt systemkonzept durch Beratungs- und Qualifizierungsangebote direkt an Politik und Wirtschaft weiter. Dabei setzt das Unternehmen auf einen interdisziplinären Ansatz für praxisrelevante und anwendungsnahe Lösungen – sowohl im Projektgeschäft als auch in der Zusammenstellung des eigenen Teams. Teil dieser Zusammenarbeit ist die bundesweite Vernetzung mit unterschiedlichsten Institutionen aus Forschung, Politik, Qualifizierung und Beratung.