Die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) in der Arbeitswelt ist bereits in vielen Tätigkeitsfeldern Realität und nimmt stetig zu. Welchen Einfluss hat das auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen?
Die Debatte im Themenfeld „Arbeitsschutz und KI“
Digitale Technologien wie Machine Learning oder Big Data nehmen nicht nur Einfluss auf die Arbeitswelt als solche, sondern werden zunehmend auch im Arbeitsschutz genutzt. Dies eröffnet Chancen für Sicherheit, Gesundheit und Prävention, erfordert aber zugleich passende Rahmenbedingungen. Gerade für überbetriebliche Arbeitsschutzakteure in Regelsetzung und Vollzug sowie bei der Erarbeitung von Normen bietet der Einsatz von KI neue Möglichkeiten – und erzeugt gleichzeitig Handlungsbedarfe.
Die europäische KI-Verordnung und die europäische Maschinenverordnung nehmen diese technologischen Entwicklungen regulatorisch in den Blick. Vor diesem Hintergrund bleiben verschiedene Fragen offen: Wie sind die Verantwortlichkeiten zwischen Herstellern und Betreibern verteilt? Wie können betriebliche Daten zur Verbesserung von Produkten, Programmen und Prävention eingesetzt werden? Wie können die überbetrieblichen Arbeitsschutzakteure KI nutzen? Welche Auswirkungen hat die Rolle von KI auf das Arbeitsschutzrecht? Diese und weitere Aspekte wurden im Rahmen des Programms ARBEIT: SICHER + GESUND (ASUG) in der Themenreihe „Arbeitsschutz und KI“ diskutiert.
Im Zeitraum November 2025 bis Februar 2026 diskutierten Teilnehmende aus Arbeitsschutz, Wissenschaft und Betrieben in einer Online-Themenreihe zu Themen rund um Arbeitsschutz und KI. Fokusthemen waren Chancen und Potenziale von KI, Arbeitsschutz als Innovationspartner, KI und Arbeitsschutzrecht sowie KI und Gefährdungsbeurteilung.

Das Programm hat die Themenreihe ausgewertet und zentrale Herausforderungen für den Arbeitsschutz identifiziert. Diese werden voraussichtlich in einer anstehenden Politikwerkstatt intensiv bearbeitet.