Es gibt viele gute Maßnahmen für effektiven Hitzeschutz, welcher sogar gleichzeitig den Klimaschutz unterstützt. Aber: Der wirksamste Hitzeschutz läuft ins Leere, wenn die Betroffenen ihn nicht nutzen. Um Menschen wirksam zu schützen, muss man Klimaschutz, Klimaanpassung und Hitzeschutz vom Menschen her denken – im Privaten wie am Arbeitsplatz. Man muss die Wissenslücken und die Barrieren kennen, die uns manchmal im Wege stehen – und wie man diese aus dem Weg räumt.
Gut zu wissen und allen Debatten zum Trotz: mangelndes Bewusstsein über den Klimawandel oder zu wenig Verständnis der dadurch ausgelösten Probleme gehören nicht zu den Hauptproblemen. Im Gegenteil ist die Zustimmung zu klimagerechten Veränderungen oft höher, als Menschen glauben. Schwerer fällt jedoch, die eigene Betroffenheit für konkrete Klimarisiken zu erkennen und empfohlene Schutzmaßnahmen umzusetzen.
Viele Lösungen werden durch kluge kommunikative und organisatorische Rahmenbedingungen erfolgreich umsetzbar. Gute Kommunikation und moderne Standards, unterstützende Infrastrukturen, Normen in der Organisation und auch digitale Tools unterstützen Verhaltensänderungen mehr als moralische Appelle. So können auch im Rahmen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes wirksame kommunikative Ansätze entwickelt werden, um Menschen von klimawandelbedingten Gefährdungen zu schützen.
Vorgestellt wurden Erkenntnisse der PACE-Studie (Planetary Health Action Survey) und des Forschungsprojekts HEATCOM Hitzeschutz durch die Projektleiterin des HEATCOM-Projekts Dr. Mirjam Jenny von der Universität Erfurt. Im ersten Teil der Veranstaltung lag der Fokus auf Erkenntnissen zu Einstellungen und Kommunikation in Bezug auf den Klimaschutz, im zweiten Teil fokussierte sich der Blick auf die kommunikativen Gelingungsfaktoren für wirksame Hitzeschutzmaßnahmen im Betrieb.
Wir danken für die Impulse für eine Menschen-zentrierte Kommunikation rund um Klimaschutz, Klimaanpassung und Hitzeschutz, denn: der nächste Sommer kommt bestimmt!